Mehr als die Hälfte der öffentlichen Aufträge in Deutschland werden durch die kommunale Ebene vergeben. Das Vergaberecht sorgt dafür, dass Aufträge nach einheitlichen Vorgaben unter Beachtung eines fairen Wettbewerbs und korruptionsfrei vergeben werden. Die Umsetzung erfordert in Verwaltungen ein hohes Maß an Fachwissen und eine ständige Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitenden. Gleichzeitig sind die personellen Kapazitäten in Verwaltungen beschränkt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, vereinbarten der Donnersbergkreis und die VGs Kirchheimbolanden, Göllheim und Bruchmühlbach-Miesau nun eine interkommunale Zusammenarbeit im Vergabewesen. Landrat Rainer Guth (Donnersbergkreis), Bürgermeistern Sabine Wienpahl (VG Kirchheimbolanden), Bürgermeister Steffen Antweiler (VG Göllheim) und Bürgermeister Christian Hirsch (VG Bruchmühlbach-Miesau) unterzeichneten am Donnerstag, 23. April 2026, im Kreishaus in Kirchheimbolanden die Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit.
Hierdurch sollen gemeinsame Standards gesetzt und Synergien - wie bspw. gemeinsame Ausschreibungen, Aus- und Fortbildung, Vertretungsregelungen- geschaffen werden, die bei allen Kooperationspartnern zu Effizienzgewinnen führen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die interkommunale Zusammenarbeit mit gut 350.000 Euro. Durch die Zusammenarbeit sollen die knappen Finanzmittel der Kommunen für die Bürgerinnen und Bürger optimal eingesetzt werden.
Im Rahmen der Einrichtung einer zentralen Vergabestelle der Vereinbarungspartner ist es zudem ein Ziel, ein Fördermittelmanagement zu entwickeln und den Vergabeverfahren vorzuschalten, um weitere Synergieeffekte zu erreichen. So sollen die Projekte der jeweiligen Vereinbarungspartner, wenn möglich, aufeinander abgestimmt, gebündelt und bestmöglich mit Drittmitteln gefördert werden.
24. April 2026